Ich weiß, über Politik reden wir nicht in den Logen. Jedenfalls streiten wir uns nicht. Aber was sich in jüngster Zeit in einigen Logen abspielt, kann nicht bestritten werden. Gemeint ist der Einzug von Ansichten, die man eigentlich in der Müllkippe der deutschen Geschichte vergessen wähnte. Nun werden Brüder achselzuckend argumentieren, die Logen seien doch nur ein Spiegel der Gesellschaft und so bilde sich die populistische Gesamtentwicklung auch in den Logen ab. Nun sind aber populistische Weltbilder, Intoleranz, Hass, Fremdenfeindlichkeit, Gewaltausbrüche, Mord und Totschlag ganz sicher keine Ausdrucksformen, die in einer Freimaurerloge Platz haben. Sie sind mit dem humanistischen Weltbild inkompatibel.
Und es tut uns in jeder Hinsicht nicht gut. Erst die Berliner „tageszeitung“ und Anfang Oktober auch der „STERN“ deckten auf, was unter der Hand schon länger gemunkelt wurde: Einzelne Freimaurer stehen Gruppen wie Uniter nahe, der Prepper-Szene, Reichsbürgern. Darüber dürfen wir nicht schweigen. Darüber müssen wir reden. Und wir dürfen es nicht dulden.